Linien im Drullischen Imperium – Status, Legitimität und Fortbestand
1. Entstehung einer Linie
Eine neue Linie entsteht ausschließlich durch einen amtierenden Imperator, auf zwei Wegen:
- a) Testamentarische Benennung eines Nachfolgers (z. B. Gılyam durch Benyamin Harıs)
- b) Formelle Ernennung zu Lebzeiten, meist auf Grundlage besonderer militärischer, diplomatischer oder strategischer Verdienste
➡ Jede neu gegründete Linie wird einem Distrikt (valtʂa) fest zugeordnet und erhält einen Sitz im Hohen Rat
➡ Nur ein Imperator kann neue Linien schaffen – ein Stellvertreter darf das nicht
2. Struktur einer Linie
Jede Linie besitzt:
- Einen Ernannten (die ursprünglich legitimierte Person, meist durch den Imperator selbst)
- Einen Vertreter (die aktuell im Hohen Rat sitzende Person, ggf. Nachfahre)
3. Imperatorfähigkeit
Eine Linie ist nur dann imperatorfähig, wenn:
- der Ernannte noch lebt, oder
- die Linie durch einen neuen Imperator reaktiviert wurde
Ist der Ernannte verstorben und die Linie wurde nicht wieder eröffnet, verliert sie die Fähigkeit, einen Imperator zu stellen.
4. Fortbestand nach dem Tod des Ernannten
Nach dem Tod des Ernannten:
- Die Linie bleibt aktiv, solange ein legitimer Vertreter (aus direkter Folgegeneration) den Sitz im Hohen Rat wahrnimmt
- Die Nachfolgegeneration hat das theoretische Recht, den Sitz fortzuführen – aber nur, wenn sie ausreichende Verdienste nachweist:
- militärisch
- diplomatisch
- politisch
Erfüllt die Folgegeneration diese Bedingungen nicht, verfällt der Anspruch mit dem Tod des Vertreters.
5. Statuszusatz für schwach legitimierte Linien
Wenn eine Linie nur noch durch eine Nachfolgegeneration vertreten wird und nicht mehr imperatorfähig ist, erhält sie den Statuszusatz:
(çırzanə) – Bedeutung: „verblassend“ / „ausklingend“
→ Diese Linie:
- darf im Hohen Rat abstimmen
- kann keinen Imperator mehr stellen
- kann nur durch einen neuen Imperator wieder reaktiviert werden
Beispiel: val Gılyam (çırzanə)
6. Wiederbelebung durch einen neuen Imperator
Ein amtierender Imperator kann eine Linie im Zustand (çırzanə) erneut „öffnen“, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:
- Die Linie verfügt über einen lebenden Nachfahren
- Dieser hat nachweisbare imperiale Verdienste
- Der Imperator entscheidet aktiv über die Wiederherstellung
7. Strategische Folgen
- Linien müssen aktiv gepflegt werden, um ihre Existenz und Macht zu sichern
- Das Verblassen einer Linie kann gezielt herbeigeführt oder verhindert werden
- Gilgarische Rechtsprinzipien wurden 1998 auf das gesamte Reich übertragen – sie regeln auch heute noch den Status aller Linien